Saisontagebuch, Eintrag Nr. 6:

Ein dreckiger Dreier!

Nach zwei Liga-Niederlagen in Folge galt es beim dritten Heimspiel der Saison gegen den SV Föhren noch einmal drei Punkte zu ergattern. An einem regnerischen Sonntagmittag verloren sich nicht allzu viele Zuschauer auf den Pantenburger Sportplatz. Mit fünf Minuten Verspätung pfiff Schiedsrichter Nikolaus Rischbieter die Partie an. Der SV aus Föhren, der mit drei Niederlagen und einem Sieg etwas unrund in die Saison gestartet war, legte munter los. Bereits nach zwei Minuten sorgte das Gästeteam mit einem satten Lattentreffer für einen ersten Schreckmoment. Generell gingen die ersten Minuten an die Gäste, die deutlich wacher wirkten. Nicht nur in der Anfangsphase vermisste man im BuMaHa-Mittelfeld die stabilisierende Wirkung des verletzungsbedingt fehlenden Kapitäns Matthias Schröder. Die fehlende Präsenz dieser ersten Minuten führte zwangsläufig zum frühen 0:1 für Föhren. In der 8. Spielminute gelang es einem ihrer Offensivkräfte einen BuMaHa-Verteidiger zu tunneln, dann am herausstürmenden Torwart Tobias Schmitz vorbeizuziehen und den Ball schließlich im Tor zu versenken. Für die BuMaHa-Jungs war dies der Weckruf in dieser Partie. Es folgten einige Angriffsbemühungen, die schließlich einige Minuten später in einer aussichtsreichen Freistoßgelegenheit mündeten. Wenn man in der bisherigen Saison eine deutliche Stärke benennen sollte, dann sicherlich die Standards. Dies zeigte sich wiederum: Lukas Reffkes Freistoß aus halblinker Position wurde immer länger und länger und senkte sich schließlich unmittelbar vor der Latte direkt ins Tor. Der Föhrener Schlussmann spekulierte wohl auf eine Flanke und schätzte den Schuss dabei etwas falsch ein. Zwei Minuten später ergab ein Foul an derselben Stelle eine weitere Freistoßchance. Wieder führte Lukas aus, diesmal trat er den Ball mit viel Effet auf Jan Diederichs, über dessen Kopf er stramm mittig in die Tormaschen hüpfte. Innerhalb von zwei Minuten konnte die Mannschaft von Kalle Gräfen das Spiel mittels zweier Standardsituationen drehen. Der Rest der ersten Halbzeit ist recht schnell zusammengefasst: die vorletzen bzw. letzten Pässe brachten die Gastgeber so gut wie gar nicht an den Mann, sodass Chancen Mangelware waren. Oftmals ergaben sich aus dieser Schwäche sogar Kontermöglichkeiten für den Gegner. Kurz vor der Halbzeit glaubte man dann aber doch noch das 3:1 bejubeln zu dürfen. Patrick Scheid setzte sich auf der rechten Seite schön gegen zwei Gegenspieler durch. Den folgenden Torschuss bekam der Torwart nicht richtig zu fassen. Jonas Schlösser stand zwar parat, um den Ball über die Linie zu schieben, aber – so entschied zumindest der Schiedsrichter - bei Patricks Schuss wohl ebenso im Abseits. 
Während man in der ersten Hälfte zumindest nur das Fehlen zwingender Chancen aus dem Spiel heraus bemängeln konnte, so zeigte sich die zweite Hälfte aus BuMaHa-Sicht noch ereignisärmer. Das Spiel passte sich zunehmend dem tristen Wetter an. Nicht schlimm, denn auch solche gibt es im Laufe einer Saison nun einmal und es gilt dann halt die Punkte irgendwie zu sichern. Gefährliche Situationen waren rar und wenn, dann entstanden sie nach langen Bällen auf Philip Meeth, der aber meist auch auf verlorenem Posten kämpfte. Ansonsten konnte man deutlich erkennen, dass das einzige Ziel darin bestand, den Spielstand über die Zeit zu retten, was letztendlich gelingen sollte. Föhren hatte in der zweiten Hälfte deutlich mehr vom Spiel und sicherlich wäre ein Ausgleich insgesamt verdienter gewesen als das spät gefallene 3:1 durch Dominic Klein, der noch kurz vor Abpfiff einen schön vorgetragenen Entlastungsangriff erfolgreich abschließen konnte. Aber an solchen Tagen, wenn man merkt das spielerisch nicht viel läuft, ist es umso wichtiger, durch eine kämpferische Leistung eben auch mal dreckige drei Punkte einzufahren. 
Weiter geht es am Mittwoch, 16.09.2015, um 20:00 Uhr in Wallenborn gegen die dort heimische SG. 
Am Sonntag, 27.09.2015 empfängt man in Pantenburg den SV Dörbach.

5. Spieltag Bezirksliga West 2015/2016

SG BuMaHa I – SV Föhren  3:1

SG BuMaHa:
Schmitz T. – Hohns, Reffke, Sorge, Schmitz D. – Schlösser J., Ostermann J., Diederichs (8?. Kefer), Meeth – Hayer (46. Schiffels) – Scheid (8?. Klein D.)

Tore: Reffke, Diederichs, Klein

VEREINSAUSFLUG

*** Vormerken *** Save the Date ***

 

 

Für alle Vereinsmitglieder planen wir einen Vereinsausflug. Als Termin ist Samstag, 20. August 2016 vorgesehen. Nähere Infos (was, wie etc...) folgen.

 

Sportfest vom 15.-17.07.2016

Unser Sportfest findet dieses Jahr wieder in Pantenburg statt.

 

Das genaue Programm wird an dieser Stelle veröffentlicht.

Saisontagebuch, Eintrag Nr. 5:


Ausgerechnet David, Goliath und der Pokal


Das unscheinbare Wort ausgerechnet zählt wahrscheinlich zu den Lieblingsvokabeln deutscher Sportreporter. Insbesondere Kommentatoren verwenden bei ihrer Berichterstattung sehr häufig dieses Wort.

Ausgerechnet hat der Spieler, der letzte Saison noch beim Gegner nur das Bankdasein fristete gegen eben dieses Team ein entscheidendes Tor gemacht. Nur eine von unzähligen Verwendungsmöglichkeiten dieser Allzweckwaffe des deutschen Sportjournalismus. Man hat es in den letzten Jahren in vielfacher Variation gehört oder gelesen. Ausgerechnet hätte man vor dem heutigen Spiel gegen Mehring auch häufiger nutzen können und auch wenn man das Wort im Fupa-Vorbericht nicht ein einziges Mal lesen konnte, so war es doch im Subtext an jeder Stelle deutlich zu spüren. Ausgerechnet Mehring, ausgerechnet der ehemalige Trainer Frank Meeth, der auch noch ausgerechnet in Manderscheid wohnt und der wiederum ausgerechnet auf seinen Sohn trifft, der für die SG BuMaHa die Fußballschuhe schnürt. 

So viele „ausgerechnet“ sind im Bezirksliga-Alltag eher selten. Hier gibt es nicht so viele Wechsel hin und her wie in der Bundesliga. Und auch das Trainerkarussell dreht sich eher behäbig. Man hätte diesem Mittwochabendspiel der zweiten Runde des Bitburger Rheinlandpokals auch eine andere Überschrift verpassen können: die allseits beliebte von David gegen Goliath. Der Underdog aus der Bezirksliga trifft auf den gut gestarteten Oberliga-Neuling. Frank Meeth hatte es im Vorbericht selbst durchaus realistisch eingeschätzt. Eine Oberligamannschaft muss gegen einen Bezirksligisten einfach gewinnen. Als Sportreporter könnte man trickreich nun noch die dritte Art und Weise aus der Floskel-Kiste herausnehmen, an der man die Berichterstattung über solch ein Spiel hätte aufhängen können:  Die Mär vom Pokal und seinen eigenen Gesetzen. Und am Ende dieses Spielberichts wird man sogar sehen, dass alle drei möglichen Erzählarten auf den denkwürdigen Pokal-Abend in Manderscheid passen würden. Aber fangen wir einfach von vorne an. Mit einer nicht geringen Hypothek gingen die Buchholzer ins Spiel, denn mit Daniel Sorge fehlte verletzungsbedingt ein wichtiger Abwehrspieler. Dass Kalle Gräfen dann bei der Startaufstellung für so viele Überraschungen sorgen würde, hatte niemand unbedingt erwartet, wohl auch nicht sein Kontrahent Meeth. Im Vergleich zu den vorigen Spielen sah man die Saisonpremieren von Dennis Schiffels und Leon Ostermann. Auch Mark Hohns und Benedikt Schlösser standen zum ersten Mal in der Startelf. Mit Jan Ostermann, Patrick Scheid und Jonas Schlösser nahmen drei arrivierte Stammkräfte auf der Bank Platz. 

Mehring zeigte von Beginn an, wer die Oberligamannschaft war und wer hier vorhatte den nächsten, scheinbar sicheren Schritt weiter im Rheinlandpokal zu machen. Die deutliche Überlegenheit äußerte sich darin, dass vieles für die BuMaHa-Jungs einfach zu schnell ging und Mehring mit gefühlt 95% Ballbesitz agierte. Alles schön und gut, mochte man sich denken, solange kein Tor fiel...und der Einsatz des in dieser Zusammensetzung zum ersten Mal spielenden BuMaHa-Teams stimmte durchaus, auch wenn es kaum gelang nur ansatzweise Gefahr zu erzeugen. Die Gäste hingegen erarbeiteten sich einige Chancen, wie etwa Marc Mees, der sich am 16er drehte und den Ball auf den langen Winkel zog. BuMaHa-Schlussmann Tobias Schmitz parierte diesen Versuch aber sehenswert. Es entwickelten sich dann dennoch zwangsläufig Situationen, in denen die BuMaHa-Hintermannschaft nichts mehr ausrichten konnte. Das 1:0 für Mehring in der 14. Minute war ein klassisches Tor, bei dem selbst erfahrene Fehleranalysten nur sagen könnten: einfach gut gespielt...keine Chance. Mehring legte den Ball von außen flach herein und verwandelte humorlos. Damit ließ der Treffer eine Vorahnung darauf zu, was die BuMaHa an diesem Abend noch alles erwarten sollte.


Doch manchmal - und wie man weiß ausgerechnet im Pokal - kommt es anders als man denkt. Trotz der dominanten Spielanlage und einigen Chancen des SV Mehring ereignete sich kurz vor der Halbzeit etwas, das die Zuschauer auf einen nicht allzu einseitigen Pokalabend hoffen ließ: Durch einen langen Ball auf Philip Meeth, bei dem die Abstimmung zwischen einem Mehringer Verteidiger und seinem Torwart misslang, kam Philip in eine gute Position, sodass er den Ball aus 16 Metern einchipen konnte. 1:1. Und das zum vielbesagten psychologisch wichtigen Zeitpunkt vor der Halbzeit und dann auch noch ausgerechnet durch Philip Meeth. Juhu! 


Dass ein Fußballspiel manchmal wie eine Achterbahnfahrt sein kann, zeigte sich überaus deutlich in der zweiten Halbzeit. Die vielleicht entstandene "Hier-geht-vielleicht-ja-doch-noch-was-Stimmung", die durch eine weitere Philip Meeth-Chance zu Beginn der zweiten Hälfte weiter genährt wurde, wussten die Mehringer durch ihr 2:1 in der 53. Spielminute jäh zu dämpfen. Eine nach einem einfach über die rechte Seite vorgetragenen Angriff flach in die Mitte hineingebrachte Flanke, konnte ein gegnerischer Stürmer problemlos annehmen und ins lange Ecke einnetzen. Mehring wollte jetzt die Entscheidung erzwingen und forcierte die Angriffsbemühungen. Einige gute Chancen konnten jedoch nicht nur von Tobi Schmitz zunichte gemacht werden. Auch die Körpersprache und die Laufleistung der BuMaHa-Jungs verdeutlichten, dass sie sich an diesem Abend nicht so leicht geschlagen geben wollten. Eine Führung mit nur einem Tor ermöglicht gerade in Pokalspielen einiges, auch wenn die SG auf dem Papier und was den Ballbesitz anging die unterlegene Mannschaft war. Lediglich das Gefühl, dass noch mehr an diesem Abend passieren sollte, lag in der Luft. Und es sollte sich bewahrheiten. Zuerst allerdings fiel in der 88. Spielminute nicht der erhoffte Ausgleich, sondern das Mehringer 3:1. Obwohl zu diesem Zeitpunkt nicht mehr lange zu spielen war, gab die BuMaHa nicht auf. Wie so häufig in der bisherigen Saison war es eine Standardsituation, die neuen Mut gab. Ausgerechnet  (ok, der war übertrieben) Geburtstagskind Lukas Reffke schlug einen Eckball in den Strafraum und ausgerechnet der eingewechselte Jan Ostermann - nicht gerade der Riese im BuMaHa-Kader -  köpfte den Ball ins Tor. Nur noch 2:3! Jetzt wurde es turbulent. Direkt nach dem Anstoß konnte der Ball erobert werden und ein weiterer eingewechselter Spieler, der für seinen Bruder ins Spiel gekommene Jonas Schlösser, setzte sich über rechts durch, lief bis zur Grundlinie und gab den Ball auf den herannahenden Patrick Scheid hinein, ebenfalls noch nicht lang im Spiel, der aber über den Ball trat. Genau die gleiche Situation wiederholte sich eine Minute später, genauer gesagt in der 92.(!) -  nur war der Spieler in der Mitte diesmal Jan Diederichs und dieser schaffte es den Ball ins Tor zu befördern. Wahnsinn! 3:3. Der nicht mehr für möglich gehaltene Ausgleich. Das ganze Team, die Bank, alle Zuschauer rasteten aus und ein Pokalwunder schien zum Greifen nahe. Auf jeden Fall ging es in die Verlängerung, wie in der ersten Runde, nur war die BuMaHa damals in Mehrings Ausgangsposition und verspielte in der regulären Spielzeit eine Zwei-Tore-Führung, um dann in der Verlängerung alles klar zu machen. Was sollte dieses Mal in der Verlängerung passieren? Nun, da bereits von der sprichwörtlichen Achterbahnfahrt die Rede war und die Analogie zum Schillingen-Spiel sich schon so deutlich aufzwingt: Es zeigte sich das vielleicht Erwartbare - der Oberligist hatte einfach noch mehr Körner zur Verfügung. So stand es nach zwei Treffer in der 95. und 101. Minute schnell 5:3. Einige gut positionierte (aber auch nicht unbedingt neutrale) Zuschauer sahen eine klare Abseitsposition bei letzterem Treffer. Wenn überhaupt, dann eine der wenigen Fehlentscheidungen des sehr souveränen Gespanns um Schiedsrichter Dominic Mainzer. Ein Foulelfmeter sorgte in der 105. Minute für das etwas zu hohe Endergebnis von 3:6. Der Blick darauf soll die klasse Leistung des BuMaHa-Teams an diesem Abend aber nicht schmälern. Gut, dass es das Saisontagebuch gibt, sodass selbst diejenigen, die nicht zu den 150 zahlenden Zuschauern dieser gepflegten Mittwochabend-Unterhaltung gehörten, das Erlebnis bestenfalls etwas nachempfinden konnten.


Fazit: Selbst aus Niederlagen kann man durchaus Wichtiges mitnehmen. So mit Sicherheit auch aus dieser. Die Tatsache, dass man einen Oberligisten und nicht zuletzt ausgerechnet den Ex-Coach ein wenig geärgert hat, lässt wohl trotz des letztendlichen Ausscheidens den ein oder anderen einigermaßen zufrieden nach Hause fahren.


 

2. Runde Bitburger Rheinlandpokal 2015/2016


SG BuMaHa I – SV Mehring  3:6 n. V.


SG BuMaHa:


Schmitz T. - Hohns, Diederichs, Reffke, Schmitz D. - Ostermann L. (62. Ostermann J.), Schröder, Schlösser B. (71. Schlösser J.), Klein D. - Meeth, Schiffels (57. Scheid)


Tore: Meeth, Ostermann J., Diederichs

Saisontagebuch, Eintrag Nr. 4:

Zum zweiten Heimspiel der Saison empfing die SG BuMaHa I den Aufsteiger und letztjährigen Meister der A-Klasse Eifel aus Bitburg. Die Gäste sind ebenfalls mit zwei Siegen gut in die Saison gestartet und sollten auch diesmal zeigen, dass sie in der Bezirksliga eine gute Rolle spielen können. Gemeinsamer Gegner für beide Mannschaften war an diesem Tag ebenfalls das Wetter. Temperaturen von über 30 Grad erschwerten jegliche körperliche Betätigungen, so auch das Fußballspielen. Trotz dieses Umstands legte das Team von Trainer Kalle Gräfen engagiert los. In ihrer gewohnten Grundordnung antretend spielte die Mannschaft von Beginn an konzentriert und versuchte den Gegner frühzeitig mit Pressing zu attackieren. Dass diese guten Ansätze im Keim erstickt wurden, lag an der gnadenlosen Effektivität der Bitburger, die sich bereits nach fünf Minuten zeigen sollte. Ihr erster Angriff auf das BuMaHa-Tor war gleichzeitig das 1:0. Einen einfach vorgetragenen Spielzug über die linke Seite schloss der Bitburger Kapitän Andreas Neuerburg mit einem satten Schuss ins kurze Eck trocken ab. Ein denkbar schlechter Auftakt, der die nächste Phase des Spiels deutlich prägen sollte. Es mangelte nun eigentlich auf beiden Seiten an klar strukturierten Angriffen. Unsere SG konnte nicht so recht – die langen Bälle fanden meist keinen Abnehmer – die Gäste mussten ja nicht unbedingt und warteten demnach auf sich bietende Kontermöglichkeiten. Und sie mussten nicht allzu lange warten, denn bereits die nächste Chance wurde in der zwölften Minute genutzt. Eine Flanke von Jonas Schlösser wurde zum Gegenangriff abgefälscht. Den ersten Torschuss der über die rechten Seite vorpreschenden Bitburger konnte SG-Torwart Tobias Schmitz noch gut parieren, allerdings konnte erneut Andreas Neuerburg den folgenden Abpraller im Tor unterbringen. 2:0! Damit verschärfte sich die eben formulierte taktische Ausgangsposition noch weiter. Die  Angriffsbemühungen der SG scheiterten aber meist am oder noch vor dem letzten Ball. Standardsituationen sind in solchen Momenten  immer ein gutes Mittel, um für Gefahr zu sorgen. So zum Beispiel ein Freistoß aus dem linken Halbfeld auf Patrick Scheid, der frei zum Kopfball kam und den Ball an die Latte bugsierte. Sie können aber auch zu einer Gefahr für das eigene Tor werden. Ein Eckball für die BuMaHa entwickelte sich in der 20. Minute zu einem gefährlichen Konter, den Daniel Sorge in einer Eins-gegen-Eins-Situation vereiteln konnte. 
Der Rest der ersten Hälfte war leider davon geprägt, dass die Offensivbemühungen unserer SG nicht richtig zünden wollten, was durchaus, aber nicht nur an der gut stehenden Bitburger Defensive lag. Immerhin ließ die Effektivität der Bitburger Konter etwas nach, sodass es beim 0:2 bis zur Halbzeitpause blieb.

Jegliche Bemühungen den Spielstand in der zweiten Hälfte zu egalisieren oder gar zu drehen – im Fußball hat man ja schon vieles gesehen – wurden bereits nach fünf Minuten zunichte gemacht. Ein Foul von Lukas Reffke am 16er-Eck führte dazu, dass die Schiedsrichterin auf den Punkt zeigte. Den folgenden Elfmeter verwandelte der Bitburger Spieler sicher. Irritationen gab es nicht über die Tatsache, dass es ein Foul war, sondern eher darüber, wo das Foul tatsächlich stattfand. Die Schiedsrichterin entschied auf Elfmeter, da sie anhand von Beschädigungen am Rasen den genauen Standort ermitteln zu können glaubte. 
Man muss den BuMaHa-Jungs zu Gute halten, dass sie trotzdem anschließend nicht aufgaben, auch wenn hiermit eine deutliche Vorentscheidung gefallen war. Es folgten brenzlige Szenen im Bitburger Strafraum. Jonas Schlösser konnte sich schön durchsetzen, hatte den Ball schon am Torwart vorbei gelegt und wurde dann deutlich berührt und in seiner Bewegung gestört, ließ sich aber nicht fallen, sondern versuchte vergeblich abzuschließen. Den Pfiff, der ihm hier noch verwehrt wurde, erhielt er dann ein paar Minuten später. Über die andere Seite drang Jonas wieder gefährlich in den 16er ein und konnte erneut nur mit Foulspiel gestoppt werden. Lukas verwandelte den Elfmeter ganz sicher. Im weiteren Verlauf merkte man den Bitburgern deutlich an, dass sie konditionell nachließen. Es ergaben sich weitere Möglichkeiten, so beispielsweise für Philip Meeth, der quasi schon alle Gegenspieler hinter sich ließ, dann aber verzog. Wäre der Anschlusstreffer vor dem 0:3 gefallen, so wäre vielleicht noch etwas möglich gewesen. Trotz der Tatsache, dass man die zweite Halbzeit deutlich dominierte und noch einige Möglichkeiten herausspielte, wollte nicht das Gefühl aufkommen, dass hier noch etwas Denkwürdiges passieren könnte. So blieb es bei der ersten Saisonniederlage. Weiter geht es nun mit einer englischen Woche: Mittwochabend,19:30 Uhr im Pokal gegen den SV Mehring und am nächsten Samstag um 17:30 Uhr in Waldrach gegen die SG Ruwertal.  

 

3. Spieltag Bezirksliga West 2015/2016

SG BuMaHa I – FC Bitburg  1:3 

SG BuMaHa:

Schmitz T. – Diederichs, Reffke, Sorge (64. Hohns) , Schmitz D. (89. Plein) – Schlösser J., Schröder, Ostermann J., Meeth – Scheid, Klein (46. Schlösser B.) 

Tore: Reffke (FE)
Saisontagebuch, Eintrag Nr. 3:

Zwischen Langholz und Kurzpass

Das erste Auswärtsspiel dieser Saison stand an und es ging – endlich mal wieder – nach Zeltingen, nachdem in den zwei vorigen Spielrunden die Auswärtspartien gegen eben diesen Gegner in Ürzig bestritten werden mussten, auf einem Fußballplatz, der diesen Namen nicht unbedingt verdiente und der mit den jeweiligen Spielausgängen nicht unwesentlich in Verbindung zu bringen war. An dieser Stelle soll aber keine fachkundige Erörterung über Grashalmlängen und Mähtechniken folgen; der Platz im Angesicht des unvollendeten Hochmoselübergangs befand sich in einem durchaus schön anzusehenden Zustand. Wie auf wahrscheinlich jedem anderen Fußballplatz bundesweit, wurde vor Spielbeginn dem verstorbenen DFB-Ehrenpräsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder mit einer Schweigeminute gedacht. Als sich die Mannschaften anschließend formierten, fiel auf, dass die SG BuMaHa eine etwas ungewohnte Aufstellung bezog: ein 4-4-2 mit Mittelfeld-Raute, bestehend aus Matthias Schröder auf der Sechs, Philip Meeth zentral offensiv und den Pleinern Jan Ostermann und Jonas Schlösser auf den Flügeln. Dies war sicherlich der Tatsache geschuldet, dass man den ein oder anderen Zeltinger als Besucher beim ersten Saisonspiel ausgemacht hatte und – zumindest in der Anfangsphase – eine kleine Überraschung parat haben wollte. Ob es nun eine Folge dieser taktischen Maßgabe war, sei mal dahingestellt, aber die SG fand gut ins Spiel und erarbeitete sich schnell ein paar ordentliche Möglichkeiten. Über einen langen Ball von Philip Meeth kam Patrick Scheid in der fünften Minute in eine aussichtsreiche Schussposition, die zum ersten Eckball des Spiels führte. Lukas Reffke entschied sich ähnlich wie im letzten Spiel für die Variante „scharf-auf-den-kurzen-Pfosten“. Den Kopfball von Dominic Klein konnte der Torwart nur unkontrolliert abwehren – direkt in Richtung des heraneilenden Patrick Scheid, der den Ball per Volleyschuss ins lange Eck beförderte. Das erste Liga-Tor des Neuzugangs, der in Schillingen bereits einen tollen Einstand als Doppeltorschütze hatte. Kann man besser in ein Auswärtsspiel starten? Wohl kaum. Die anschließende Phase konnte die SG weitgehend kontrollieren. Zu behaupten, dass man spielerisch überlegen war, wäre sicherlich übertrieben, konnte man doch feststellen, dass sich das gewählte fußballerische Mittel auf lange Bälle beschränkte. Zu gefährlichen Situationen kam man in dieser Phase aber wenn eher auf anderem Wege. Dies gilt zum Beispiel für einen Lupf –Versuch von Dominic Klein, den dieser nach Zuspiel von Jonathan Kremer aus nicht einfacher Position ansetzte, der aber leider über’s Tor segelte – eine Chance, die durchaus das 2:0 hätte bedeuten können. Die Zeltinger waren keineswegs komplett aus dem Spiel, sondern tauchten einige Male durchaus nicht ungefährlich vor dem Tor von Tobias Schmitz auf. So auch, als Tobi einen langen Flankenball auf Höhe des Sechzehners abfing, dabei aber von einem gegnerischen Spieler unterlaufen wurde, sodass er unangenehm auf dem Boden aufschlug. Dies führte zu einer minutenlangen Spielunterbrechung, in der der SG-Schlussmann behandelt werden musste. Auf der BuMaHa-Bank reagierte man und erreichte glücklicherweise Kilian Leister, der sich in Meerfeld beim Derby der Zwoten befand, um als Ersatzkeeper zur Verfügung zu stehen. Dieser machte sich von dort direkt auf den Weg nach Zeltingen, um Tobi zu ersetzen, falls dieser zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr hätte weiterspielen können. Klasse Einsatz! Tobi biss aber auf die Zähne, auch wenn man ihm anmerkte, dass es keine Lappalie war. In der Zwischenzeit nutzte die Mannschaft aus Zeltingen intensiv die Unterbrechung, ähnlich wie bei einer Auszeit im Handball, um sich neu auf das Spiel einzustellen. Was folgte war tatsächlich eine Phase, in der sie zu einer Überlegenheit in den Zweikämpfen und daraus resultierend zu einigen Chancen kam. Die SG wurde vor der Halbzeit ausschließlich durch Standards gefährlich, so etwa als Lukas einen satten indirekten Freistoß knapp über die Tormitte schoß, Patrick Scheid einen Ball genau auf den Keeper köpfte und Jan Ostermann einen erneut von Lukas ausgeführten Freistoß nach schöner Ballannahme nicht platziert abschließen konnte.
Die zweite Halbzeit fing für das Gästeteam dann wiederum nicht schlecht an. Zwei gut herausgespielte Chancen durch Jonathan Kremer und Patrick Scheid blieben allerdings ohne Torerfolg. Richtig gefährlich für die SG BuMaHa wurde es dann aber in der 52. Minute in der eigenen Hälfte: Der Ausgleich durch die Gastgeber fiel ähnlich wie das 1:0. Ein Standard – diesmal ein Freistoß – konnte von Tobias Schmitz zwar abgewehrt werden, landete aber genau auf dem Fuß eines Zeltingers, der den Ball locker einnetzte. Der Ausgleich sorgte postwendend für ein präsenteres Auftreten in den Reihen des Gastgebers. Die Zweikämpfe gingen nun in erster Linie zwar klar an sie, gefährliche Torchancen vermochten sie aus ihrer Überlegenheit allerdings kaum zu kreieren. Aber auch die SG BuMaHa konnte mithalten, indem sie ihre Bemühungen nun verstärkt auf die Außen richtete, was in Ansätzen auch durchaus gut funktionierte; der letzte Pass kam aber noch nicht zwingend genug. Die eher ideenlose Spielweise der ersten Hälfte wurde Stück für Stück durch solche spielerischen Ansätze abgelöst. Dass dies ein probates Mittel sein kann und muss, stellte sich spätestens in der 68. Minute heraus. Benedikt Schlösser, der zehn Minuten vorher für Patrick Scheid ins Spiel gekommen war, spielte einen feinen Steilpass durch die Lücke der Zeltinger Abwehrreihe auf Dominic Klein, der den Ball dann zunächst an den Pfosten schoss, ihn dann aber im zweiten Anlauf sicher im Tor unterbringen konnte:2:1. Vielleicht lag es nun auch daran, dass der Gegner es zuließ, die Kombinationen aber liefen flüssiger als zuvor. Die logische Konsequenz musste der Ausbau der Führung sein, wie er dann im sicherlich schönsten Angriff des Spiels folgte. Lukas setzte mit einem langen Ball Jonas schön in Szene, der seinem Gegenspieler in Richtung Grundlinie davonzog und den Ball kurz zu Jan rüberschob. In aussichtsreicher Position versuchte dieser wiederum nicht selbst abzuschließen, sondern nahm Philips Ruf  wahr, der am langen Pfosten wartete und folglich Jans Zuspiel sicher verwerten konnte. Ein mustergültig vorgetragener Angriff, der zum verdienten 3:1 führte. Es folgte ein offener Schlagabtausch. Zeltingen versuchte immerhin noch den Anschluss zu erwirken. Diese Offensivbemühungen sorgten aber gleichzeitig für Räume, die die SG BuMaHa für Konter nutzen konnte, ohne dass sich aber am noch etwas Spielstand ändern sollte. Fazit: Spielerisch zeigte das Team heute zwei Gesichter: eher ideenloses Kick & Rush, das aber auch nicht ausschließlich zu verteufeln ist und durchaus für Gefahr sorgen kann sowie gepflegt vorgetragene Angriffe, die nun auch konsequent zu Torerfolgen führten. Variantenreichtum ist nicht schlecht, an letztgenanntem Ansatz sollte vielleicht noch etwas mehr gefeilt werden. Dass das erste Auswärtsspiel der Saison gleich zu einem Auswärtssieg wurde, war nicht unbedingt zu erwarten. Weiter so! Am nächsten Sonntag, 14:30 Uhr, empfängt die SG den Aufsteiger aus Bitburg auf dem Rasenplatz in Pantenburg.

2. Spieltag Bezirksliga West 2015/2016 

SV Zeltingen-Rachtig - SG BuMaHa I 1:3

SG BuMaHa:
Schmitz T. – Kremer (65. Diederichs), Reffke, Sorge, Schmitz D. – Schlösser J., Schröder, Meeth, Ostermann – Scheid (Schlösser B.), Klein (88. Hohns)

Tore: Scheid, Klein, Meeth
Saisontagebuch, Eintrag Nr. 2:

Von Geschichten und Berichten

 

Wie schreibt man einen Spielbericht, ohne tatsächlich vor Ort gewesen zu sein? Am besten gar nicht! Aber wie machen das die Redakteure der lokalen Sportberichterstattung? Sie vertrauen auf ihre Quellen. So hatte ich das auch vor – entging mir doch verhindert durch Verpflichtungen auf der Wittlicher Säubrennerkirmes ausgerechnet der Liga-Auftakt gegen die SG Zell-Bullay. Mit den Quellen ist das natürlich so eine Sache. Ich habe mich schon mehrmals mit anderen Personen über ein und dasselbe Spiel unterhalten und danach das Gefühl gehabt, dass wir zwei unterschiedliche gesehen haben müssen. Die Reporter der Lokalmedien scheinen manchmal in ihrer Not gar darauf angewiesen zu sein, nicht ganz unabhängige Informanten (vielleicht sogar Trainer oder andere Vereinsoffizielle) kontaktieren zu müssen, sodass in der Nachbesprechung am Telefon aus der klaren 0:5-Heimniederlage gerne eine Beschreibung à la „Wir-waren-die-ganze-Zeit-die-Spiel-bestimmende-Mannschaft-haben-aber-dummerweise-5-Konter-Tore-gefangen“ gestrickt wird.

Ok, zugebenermaßen, ganz objektiv können – und sollen – insbesondere die Spielberichte an dieser Stelle gar nicht sein. Eine reine Aneinanderreihung von Fakten und Spielsituationen ist nicht unbedingt zufriedenstellend. Schließlich lassen sich Fußballspiele oft wie eine Geschichte erzählen. Gleichwohl eine Erkenntnis, die sich noch nicht bis zu den oftmals ausschließlich Namen-aneinanderreihenden Marcel-Reifs und Béla-Réthys dieser Welt herumgesprochen zu haben scheint. Eine Geschichte wird meistens aber dann schon verändert, wenn sie nur ein einziges Mal überliefert wird. So wie in diesem Fall, wenn auch aus dem Munde eines altgedienten BuMaHa-Kickers. Es folgt somit wohl eher ein nüchterner Bericht als eine Geschichte:

Das im Rahmen des AH-Sportfests in Pantenburg etwas später als gewöhnlich angepfiffene Spiel begann gleich äußerst schlecht für die Heimmannschaft. Einen Ballverlust von Jonas Schlösser in der Vorwärtsbewegung auf Höhe der Mittellinie konnten die Zeller ausnutzen, um durch schnelles Umschaltspiel vor dem BuMaHa-Tor aufzutauchen. Trotz mehrmaliger Abwehrversuche landete der Ball doch im Tor von Tobi Schmitz: 0:1 nach 5 Minuten!  Im Anschluss folgte eine durch Mittelfeldgeplänkel geprägte Phase, in der keine Mannschaft eine deutliche Überlegenheit sichtbar machen konnte. Die erste  so zu bezeichnende Torchance für die heimische SG  ergab sich nach 17 Minuten, als Jan Ostermann einen Querpass von Jonas Schlösser Volley nahm, der Ball allerdings deutlich über dem Tor landete. Die BuMaHa tastete sich langsam weiter ins Spiel hinein, doch fiel es beiden Mannschaften schwer Torchancen herauszuarbeiten, die nicht auf Fehlern von Gegenspielern beruhten, sondern einem gepflegten Kombinationsfußball entsprangen. Symptomatisch dafür war zum Beispiel, dass es sich bei der nächsten gefährlichen Situation um einen Freistoß aus vielversprechender Position handelte, den Daniel Sorge direkt auf den Zeller Schlussmann zielte. So verwundert es auch nicht, dass es wiederum Standardsituationen waren, die das Spiel in eine andere Richtung lenkten. Bei einem Eckball von Lukas Reffke scheiterten Dominic Klein mit dem Kopfball und Jan Ostermann mit dem sich aus dem Abpraller resultierenden Nachschuss. Zwei Minuten später legte Lukas erneut Dominic einen mustergültigen Eckball auf den kurzen Pfosten, den dieser mit dem Kopf im Tor unterbringen konnte. Der wichtige Ausgleich vor der Halbzeitpause war also geschafft. Die Zeller hingegen wollten sich damit nicht zufrieden geben. Sie drehten vor der Halbzeit noch einmal auf und erarbeiteten sich zwei gute Chancen. So musste Jan Ostermann eine Chance nach einem Eckball auf der Linie parieren, eine zweite aussichtsreiche Situation wurde vom Schiedsrichter als Abseits gewertet.

Der Pausentee schien für die SG BuMaHa zur rechten Zeit gekommen zu sein. Die erste erwähnenswerte Szene der zweiten Halbzeit führte dann gleich zur Führung für die Gastgeber. Philip Meeth steuerte von halblinker Position etwas stolperhaft anmutend in Richtung Tor, konnte den Ball aber trotzdem ins selbige einschieben.  Das Spiel zwischen den entscheidenden Szenen war ausgesprochen arm an Höhepunkten, sodass man sich in der Beschreibung der zweiten Hälfte auf die noch zu fallenden Tore konzentrieren kann. Zell schaffte nach einer Standardsituation den Ausgleich in der 77. Minute durch Benny Wiersch. Kurz darauf zirkelte der eingewechselte Jan Diederichs einen Ball an den Innenpfosten, was die BuMaHa-Anhänger schon fast zum Jubeln brachte. Damit mussten sie tatsächlich nicht lange warten, denn ein Freistoß von Daniel Sorge in der 85. Minute fand zwar keinen Abnehmer, wurde dafür aber immer länger und landete schließlich im langen Eck: 3:2.

Drei gelbe Karten innerhalb von fünf Minuten für die SG aus Zell zeugen für die etwas hektische Schlussphase. Anbrennen sollte allerdings nichts mehr. Der Start in die Saison ist also gelungen. Das Weiterkommen im Rheinland-Pokal und der Sieg gegen die starke Truppe aus Zell – eine Mannschaft gegen die die SG BuMaHa in der letzten Saison zweimal chancenlos war – lassen auf mehr hoffen. Nächste Woche geht es nach Zeltingen. Vielleicht gibt es dann auch wieder eine Geschichte zu erzählen.

1. Spieltag Bezirksliga West 2015/2016

SG BuMaHa I – SG Zell/Bullay 3:2

 
SG BuMaHa:
Schmitz – Kremer, Reffke, Sorge, Schmitz – Schlösser J. (53. Schlösser B.), Ostermann J., Schröder, Meeth (88. Hohns) – Scheid (80. Diederichs) – Klein D.

Tore: Klein, Meeth, Sorge
Weil viele das erste Pflichtspiel der Saison in Schillingen nicht sehen konnten, folgt ein ausführlicher Spielbericht:

Die Tücke des Momentums

Zum Auftakt des Rheinland-Pokals 2015/2016 führte es die SG BuMaHa I nach Schillingen. Der dort ansässige A-Ligist erreichte letzte Saison den zweiten Platz und ihm wird für die kommende einiges zugetraut. Zunächst sollte es allerdings nicht so aussehen, als ob die SG I ernsthaft in Bredouille geraten könnte. 
Die erste Hälfte war geprägt durch ein sehr sicheres Kombinationsspiel auf Gästeseite, wiederholt gelang es, gute Chancen herauszuspielen. Vor allem über die Außenseiten wurden schöne Angriffe aufgezogen, wobei man diesbezüglich sicherlich – ähnlich wie im letzten Testspiel – festhalten muss, dass der finale Pass oftmals nicht zwingend genug gespielt wurde. Das Team aus Schillingen tauchte anfangs nur selten vor dem Tor von Tobias Schmitz auf, was nicht zuletzt am gut organisierten Defensivverbund der SG lag. Wenn, dann wurde es allerdings gleich gefährlich, wie beispielsweise in der 23. Minute als ein Schillinger Spieler den Ball an die Latte zimmerte. Das Publikum, welches etwas ungewöhnlich komplett die Hintertorperspektive bevorzugte - war plötzlich da und auf Seiten unseres Teams machte sich eine kurze Phase von Unsicherheit bemerkbar, die dann auch zu weiteren Möglichkeiten für den Gegner führte. Der Mannschaft gelang es allerdings, sich auf ihre bis dato gezeigten Stärken zu besinnen. Über die in der ersten Hälfte sehr starke rechte Seite trugen Jonathan Kremer und Jonas Schlösser eine schnelle Kombination vor, die dazu führte, dass der Ball bei Kapitän Matthias Schröder landete, der ungehindert Maß nehmen konnte und einen satten Strahl in den rechten Torwinkel sendete. 1:0! Die verdiente Führung beflügelte die Mannschaft weiter und man merkte, dass sie nachlegen wollte. Doch das bereits beschriebene Problem setzte sich fort: die herausgespielten Chancen wurden nicht genutzt, zahlreiche, scheinbar klare Gelegenheiten blieben ohne Erfolg. Tore sollten in der ersten Hälfte nur auf spektakuläre Art fallen.  Einen eher als Verlegenheitspass aus der eigenen Hälfte herausgespielten Ball von Matthias Schröder vermochte Philip Meeth sauber zu kontrollieren und zu verarbeiten. Nach einem kurzen Blick nach oben sah er, dass der Torwart ziemlich weit vor dem Tor stand und setzte aus ungefähr 40 m eine Bogenlampe an, die ganz genau unterhalb der Latte das Tor erreichte. Dem zurückeilenden Torwart der Gastgeber blieb nichts anderes übrig als mit dem Ball ins Tor zu segeln. Mit dem Halbzeitpfiff schien die Partie also schon fast gelaufen. Doch wenn man vor Beginn der zweiten Hälfte, als die Spieler den Platz betraten, genau hinsah, so kam man nicht umhin auf Seiten unseres Teams eine gewisse Selbstzufriedenheit festzustellen, wohingegen sich der Gegner vor dem Anpfiff noch einmal zu einem Kreis formierte und sich erneut einschwor. Was folgte, war die Konsequenz aus beiden Beobachtungen: Schillingen gab nicht auf, mühte sich noch mehr und gab das Spiel noch lange nicht verloren. Auf der anderen Seite hatte man das Gefühl, dass jeder ein paar Prozent nachließ, sodass summiert gefühlt gleich ein ganzer Mann zu fehlen schien. Vermissen ließ die Mannschaft auch die deutliche Präsenz in den Zweikämpfen und auch der Wille jedes Einzelnen angespielt zu werden. Das einzig Gute bis dahin war die Tatsache, dass Schillingen trotz ihrer Feldüberlegenheit Halbzeit Zwei kaum gefährliche Chancen kreieren konnte. Trotzdem sollte es kommen, wie erwartet: Der Zehner der Gastgeber legte in der 81. Minute ein feines Solo in den 16er hin, welches die Innenverteidigung nur mit einem gemeinschaftlichen In-die-Zange-nehmen stoppen konnte – Elfmeter! Der Schillinger Torwart verwandelte diesen zum 1:2 Anschlusstreffer. Jedem war klar, dass die nächsten zehn Minuten zäh werden würden. Es lief auch aus anderen Gründen plötzlich gefühlt eher gegen die SG BuMaHa. Mark Hohns hatte sich schon gegen Ende der ersten Halbzeit eine Verletzung zugezogen und sollte eigentlich ausgewechselt werden. In der Halbzeitpause blieb dann Philip Meeth (Simon Ostermann wurde positionsgleich eingewechselt) in der Kabine. Mark sollte noch aushalten und dann durch den zweiten Auswechselspieler, der heute zur Verfügung stand, Patrick Scheid, ersetzt werden. Natürlich kam es anders. Fabian Hayer zog sich 20 Minuten vor Schluss eine Verletzung zu, so dass Mark noch weiter machen musste. Nun galt es nach dem Anschluss auf die Zähne zu beißen für die verbleibenden zehn Minuten. Doch das Momentum lag mittlerweile ganz klar bei Schillingen. Und sie schafften das, was unbedingt verhindert werden sollte, aber zugegebenermaßen auch deutlich in der Luft lag. Mit einem Freistoß von der rechten Seite, der zweimal auftippte und plötzlich im linken Toreck zappelte, gelang ihnen der Ausgleich.
Es ging in die Verlängerung, die gleichsam begann, wie die zweite Halbzeit aufhörte. Schillingen gab Gas und setzte der BuMaHa weiter zu. Man kam nicht richtig in die Zweikämpfe und hatte kaum mehr Zugriff auf das Spielgerät. Als dann Tobi Schmitz das Spiel mit einem langen Wurf auf Jonas Schlösser schnell zu machen versuchte, wurde der Ball von einem gegnerischen Spieler abgefangen, der nicht lang fackelte und ihn über Tobi hinweg ins Tor schlenderte. Der Worst Case war eingetreten.  Es vollzog sich nun aber komischerweise ähnliches wie schon einmal zuvor in diesem Spiel. Die im Moment tonangebende Mannschaft, die sich eine scheinbar gute Ausgangsposition verschafft hat, scheiterte daran, diese zu halten. Ebenso wie die SG BuMaHa es nicht schaffte, die solide erste Halbzeit samt 2:0 zu verwalten, gelang es den Schillingern nicht, ihre Führung ins Ziel zu retten. Das Momentum wechselte schlagartig wieder zurück und es folgten nun die Minuten des Neuzugangs Patrick Scheid. Einen Freistoß von Lukas Reffke ließ er schön über seinen Kopf ins Tor rutschen. Der Ausgleich war geschafft. Und irgendwie beschlich einen das Gefühl, dass es kein Elfmeterschießen geben würde. Schillingen ging kräftemäßig auf dem Zahnfleisch, doch auf einmal stand Jan Diederichs verletzt an der Seitenlinie. Wechseln konnte Kalle Gräfen nicht mehr, so kehrte Didi nochmal auf das Feld zurück, allerdings nicht auf seine angestammte Innenverteidigerposition, sondern vorne rein als Stoßstürmer. Hier zeigte er wieder einmal, dass er das ist, was Lucien Favre so gerne als „polyvalenten Spieler“ bezeichnet: überall einsetzbar. Zusammen mit Dome Klein und Patrick Scheid gelang es nun immer mal wieder vor dem gegnerischen Tor zu landen, wo letztgenannter aus halbrechter Position den Ball ganz knapp in der rechten Torecke unterbringen konnte. Anschließend war es Didi, der einen langen Befreiungsschlag stark verarbeitete und den Ball an zwei Abwehrspielern sowie dem Torwart vorbeibugsierte. Elfmeterschießen abgewendet, nächste Pokalrunde erreicht, Ende gut, alles gut. So könnte das Fazit lauten. Die Hoffnung bleibt, dass der Gang in die Verlängerung und die im heutigen Spiel zugezogenen kleinen Wehwehchen, die nach Spielende offensichtlich wurden, keine Auswirkungen auf den Saisonauftakt nächste Woche haben werden.  Und, dass man aus dem diesem Spiel lernt, das Momentum nicht wieder so schnell und unnötig aus der Hand zu geben, wenn man es denn mal hat.

 

1. Runde des Bitburger Rheinland-Pokal

TuS Schillingen – SG BuMaHa I 3:5 n.V.

 

SG BuMaHa:

Schmitz – Kremer, Reffke, Diederichs, Hohns – Schlösser, Ostermann J., Schröder, Meeth (46. Ostermann S.) – Hayer (71. Scheid) – Klein D.

 

Tore:
Schröder, Meeth, Scheid (2x), Diederichs

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A-Jgd. JSG Vulkaneifel steigt in die Rheinlandliga auf

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